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Auf Tuchfühlung mit der Natur - Der Hausacher Bergsteig

Übersichtskarte
FuggisHof Hausacher Bergsteig. © VUD Medien GmbH, Foto: Saskia Klima
Idylle Hausacher Bergsteig. © VUD Medien GmbH, Foto: Saskia Klima
Motivationssaeule Hausacher Bergsteig. © VUD Medien GmbH, Foto: Saskia Klima
Burgruine Husen auf dem Schlossberg. © VUD Medien GmbH, Foto: Saskia Klima
Schoener Wohnen Hausacher Bergsteig. © VUD Medien GmbH, Foto: Saskia Klima
Unterwegs mit der Schwarzwaldbahn
Der 14 Kilometer lange Genießerpfad "Hausacher Bergsteig" führt hinein in die bergige Landschaft des mittleren Schwarzwaldes. Sportlich geht es auf schmalen Pfaden bergauf und bergab, vorbei an blühenden Wiesen, durch schattige Waldstücke hindurch und an idyllisch gelegenen Höfen vorbei. Und immer wieder wird der Wanderer mit schönen Ausblicken belohnt. Die Tour auf dem "Hausacher Bergsteig" hat durchaus etwas Meditatives: Nichts lenkt ab, kein Autoverkehr, kein Biergarten, ab und an ein Bauer der seine Wiesen mäht, Heu wendet – man meint geradezu das Grasen der Kühe zu hören! Idylle pur – aber schweißtreibend. Denn es gilt 700 Höhenmeter zu meistern.

Anreise
Aktuelle Verbindungen für die An- und Abreise mit der Bahn finden Sie unter www.3-loewen-takt.de und erhalten Sie bei der LÖWENLINE 01805-77 99 66 (14 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz, höchstens 42 Cent/Min. aus Mobilfunknetzen).

Mit der Bus&Bahn-App des 3-Löwen-Taktes können Sie Abfahrzeiten von Bus und Bahn ganz einfach über das Smartphone erfragen. www.3-loewen-takt.de/apps

Weitere Infos
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Detailkarte
Höhenprofil
Rotkäppchenwald. © VUD Medien GmbH, Foto: Saskia Klima
Kühlschrank Reutehof. © VUD Medien GmbH, Foto: Saskia Klima
Blick ins Hauserbachtal. © VUD Medien GmbH, Foto: Saskia Klima
Hauserbacher Kapelle. © VUD Medien GmbH, Foto: Saskia Klima
Tourenvorschlag:
Unterwegs mit der Schwarzwaldbahn

Steckenlänge: 14 km
Schwierigkeitsgrad: mittel bis schwer. Rund 700 Höhenmeter bergauf.
Wegbeschaffenheit: sehr anspruchsvoller sportlicher Weg. Pfade, Wald und Forstwege. Für Kinderwagen nicht geeignet. Steile An- und Abstiege. Festes Schuhwerk empfohlen.
Zeitbedarf: 3,5 bis 4 Stunden Gehzeit und je 20 Minuten Hin-und Rückweg Bahnhof-Burg
Hinweis: Keine Einkehrmöglichkeiten. Naturkühlschränke findet man nach ca. einer Stunde am "Reutehof" und nach weiteren 2 Stunden am "Oberen Hof". Proviant und ausreichend zum Trinken mitnehmen.

Streckenabschnitte:
Bahnhof Hausach – Aufgang Schlossberg/Fußweg zur Burg 15 Min.
Burgruine Husen – Reutehof 1 ¼ Stunden
Reutehof – Rastplatz Höchster Punkt 1 Stunde
Rastplatz Höchster Punkt – Ziel 2 Stunden
Fußweg zurück zum Bahnhof: 20 Min.

Unsere Tour startet an der Burgruine Husen. Diese erreicht man vom Bahnhof Hausach aus entlang der Hauptstraße zu Fuß in rund 20 Minuten. Auf der Höhe der Einbacher Brücke ist dann der Aufgang zum Schlossberg (rote Raute). Einen Blick rund um die 1220 erbaute Burg zu werfen lohnt sich: Der Ausblick auf das Kinzigtalstädtchen ist bereits ein Blickfang und die allererste Genießer-Etappe.

Der mit Aussichtsabstechern rund 14 Kilometer lange Wanderweg führt rund um Kreuz-, Winterberg und Farrenstein und endet wieder an der Burgruine Husen. Etwas mehr als 700 Meter Auf- und Abstiege sind zu meistern. Aber an Schlappmachen denken ist nicht: Motivationsschilder spornen die Wanderlustigen an. Nach dem schönen Ausblick von der Burg geht es durch den malerischen Mischwald bergauf. Der Weg führt durch einen märchenhaften Laubengang und am Abenteuerpfad vorbei. 20 Spielstationen auf einer Länge von fast 3 km laden dazu ein in der Natur zu toben. Es gibt Tannenzapfenschleudern, hohle Baumstämme, ein Baumhaus oder auch eine Himmelsleiter, von der Kinder zur Burg Husen hinabsteigen können.

"Schöner Wohnen" für Tiere

Ein Highlight im wahrsten Sinne des Wortes sind die liebevoll gestalten Tierbehausungen an Ästen und Baumkronen auf dem ersten Wegabschnitt. Wer hier einzieht, möchte so schnell nicht mehr weg. Nach ca. 10 Minuten ist bei der Kreuzung Sägebeckweg, Schmids Wanderecke - eine Grillstelle -erreicht. Nun geht es weiter auf dem Westweg, der roten Raute folgend, Richtung Haseneckle. Nach ca. 25 Minuten Gehzeit, tritt der Wanderer aus dem Wald heraus und blickt zum Fuggishof, der idyllisch in einer Talsenke liegt. Zwei gemütliche Bänke laden zum Aussicht genießen ein. Denn der erste große Anstieg ist geschafft! Kurz danach quert der Genießerpfad ein ziemlich verwunschen anmutendes Waldstück. Man könnte fast meinen, hinter der nächsten Tanne lugt Rotkäppchen hervor.

Eine gute Stunde nach dem Ausgangspunkt ist dann das Haseneckle erreicht. Der Blick schweift über die sonnigen Wiesenhänge und hinunter zum idyllisch gelegenen Reutegrund mit dem Reutehof. Das Wegzeichen weißt tatsächlich bergab. Oh je, das heißt, alle gewonnen Höhenmeter werden wieder verschenkt! Der Weg hinab ins Hauserbachtal führt zunächst zum Reutehof, wo ein Naturkühlschrank mit erfrischenden Getränken auf die Wanderer wartet. Am Hof herrscht sonntägliche Ruhe. Außer den Hofkatzen, die sich in der Sonne räkeln, lässt sich niemand blicken. Mal sehen, was heute Leckeres im Kühlschrank ist. Apfelschorle und Mineralwasser sind immer gekühlt im Brunnenwasser, manchmal gibt es auch feldfrisches Obst oder Marmelade fürs Frühstück. Das Geld kommt ins Kässle.

Nicht mehr weit bis zum höchsten Punkt

Nach der kleinen Rast führt der Wanderweg weiter hinunter nach Hauserbach bis zur Fahrstraße. Links oben liegt die wunderschöne "blaue" Hauserbacher Kapelle – eine Marienkapelle und Wahlfahrtort zahlreicher Pilger. Die Motivationssäule am Wegesrand verkündet, dass es nun wieder aufwärts geht. Nach einem Stück auf der Straße führt der Weg hinter einem alten Heuschober durch den Wald. Zuerst auf einem Forstweg, dann auf schmalen Pfaden über Stock und Stein steil bergauf. Ein Höhenpflock ermuntert die Wanderer: "508 Meter - Nicht mehr weit bis zum höchsten Punkt". Nach einer dreiviertel Stunde ist tatsächlich der höchste Punkt des Genießerpfades auf 558 Metern erreicht. Von der Himmelsliege aus, genießen wir das Schwarzwald-Panorama mit dem 945 Meter hohen Brandenkopf, dem höchsten Berg des Mittleren Schwarzwaldes.

Wo sich Hansjakob und Jakobus treffen

Mehr als die Hälfte der Tour ist nun geschafft. Doch es gibt noch ein paar schwierige Abschnitte zu meistern. 20 Minuten – nach dem Rastplatz – trifft an einer Wegkreuzung der Hausacher Genießerpfad auf den Kinzigtäler Jakobusweg und den Hansjakob-Weg, der nach dem bedeutendsten Schwarzwälder Volksdichter Heinrich Hansjakob benannt ist. Auf den Spuren des Haslacher Volkshelden wandelnd, folgen wir dem Genießerpfad zum Gewann "über Ried" und erreichen nach gut 40 Minuten den "Oberen Hof". Bis zum Bahnhof Hausach sind es hier noch 4,5 km.

Nochmal Kräfte mobilisieren

Der Obere Hof ist die pure Idylle! Mit Kuhglockengebimmel, einem Bauerngarten in dem die Hühner scharren und dem Ausblick ins Kinzigtal. Hier am zweiten Naturkühlschrank auf unserem Weg, lohnt es sich, Rast einzulegen. Und siehe da! Es gibt hartgekochte Eier von den hier freilaufenden und glücklichen Hühnern (so sehen sie zumindest aus).

Nun geht es ein Stück die Fahrstraße talabwärts (das Motivationsschild mahnt: "432 Meter - Nicht zu früh freuen"), ehe der Weg rechts in Richtung Wald abbiegt. Wir verlassen den Hansjakob-Weg an der Kreuzung und orientieren uns nun, entlang des Forstweges, am Kinzigtäler Jakobusweg. Beim Winterleshof sind die Fahrstraße im Hauserbachtal und der tiefste Punkt der Tour auf 270 Höhenmeter erreicht. Nun müssen nochmals alle Reserven mobilisiert werden, denn es geht bis zur Kreuzbergkapelle nochmals steil bergauf.

Nach 20 Minuten ist es geschafft! Oben, am Spielplatz gönnen wir uns einen Abstecher zur Kreuzbergkapelle und genießen den Ausblick ins Kinzigtal. Hier gelangen wir über den Abenteuerweg hinab zum historischen Wasserhaus. Gemütlich geht es nun über den Kreuzbergweg hinunter in den Ort und zurück zum Bahnhof.

Adressen, Sehenswertes

Kultur- und Tourismusbüro, Technisches Rathaus, Hauptstr. 34, 77756 Hausach, Tel. +49 7831 7975, www.hausach.de / www.kinzigtal.com. Mo.-Fr. 8.30-12 und 14-16.30 Uhr, Do. 14-18 Uhr.

Burg Husen im Schwarzwald
Nicht umsonst wurde die Burg an dieser Stelle um 1220 von den Zähringern, zum Schutz der umliegenden Silbergruben erbaut. Das Bauwerk thront markant über Hausach und bietet einen grandiosen Blick über das Kinzig- und Einbachtal. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Heute sind die Ruine und der weit sichtbare Bergfried ein beliebtes Ausflugsziel. Frei zugänglich und immer geöffnet. Von Mai bis Oktober jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr BURGerLEBEN mit Turmöffnung und Bewirtung.

Burgfestspiele Hausach. Jährlich Mitte bis Ende Juli. Burgfestspiele Hausach c/o Kultur- und Tourismusbüro, Tel. +49 7831 7975, www.burgfestspiele-hausach.de

Hauserbacher Kapelle
Sehr malerisch liegt im Hauserbachtal unterhalb des Spänlehofs diese wunderhübsche Marienkapelle. Der frühere Hofbauer Sylvester Schmid gelobte im Ersten Weltkrieg, ein kleines Kirchlein zu erstellen, wenn er wieder gesund nach Hause kommen würde. Nach glücklicher Heimkehr erfüllte er sein Gelübte und die Kapelle konnte am 4. Juni 1924 zu Ehren der Mutter Gottes geweiht werden. Sehr beliebt und gern besucht sind die sonntäglichen Maiandachten, die von den Familienangehörigen des Spänlehofs gestaltet werden. Die Kapelle ist nicht immer geöffnet, man kann aber durch die Fenster einen Blick ins Innere werfen.

Kreuzbergkapelle
Im Nachklang zu den Kreuzzügen wurden auf ortsnahen, weithin sichtbaren Anhöhen Kreuze errichtet. Nicht selten erhielten dieses Erhebungen den Namen "Kreuzberg". So auch in Hausach. 1715 wurde auf dieser Anhöhe die Kreuzbergkapelle errichtet die nach 1740 jedoch mehrfach umgebaut wurde. Kath. Pfarramt St. Mauritius, Tel. +49 7831 96699-0.

Schwarzwald-Modell-Bahn
Gegenüber des Hausacher Bahnhofs befindet sich die größte europäische Modelleisenbahnanlage nach realem Vorbild: die Schwarzwaldbahn in Miniatur auf 400 m² im Maßstab 1:87. Schwarzwald-Modell-Bahn, Eisenbahnstr. 52a, 77756 Hausach, Tel. +49 7831 966010, www.schwarzwald-modell-bahn.de. April-Oktober Di.-So./Feiertag 10-18, November- März Do.-So./Feiertag 10-17 Uhr. Erw. und Kinder bis 11 Jahre 6,50 Euro. 24./31.12. geschlossen.

Anreise
Der Ausgangspunkt liegt in der Nähe der Burg Husen. Von der Hauptstraße führt ein Fußweg (rote Raute) zur Ruine. Vom Bahnhof Hausach benötigt man über die Innenstadt für den Weg zu Fuß ca. 20 Minuten. Hausach liegt an der Kinzigtalbahn und an der Schwarzwaldbahn und ist somit leicht von Baden-Baden, Offenburg oder Konstanz zu erreichen.

Anreise beispielsweise
Konstanz ab 8:40 Uhr
Hausach an 10:36 Uhr

Abreise beispielsweise
Hausach ab 17:21 Uhr
Konstanz an 19:16 Uhr

Aktuelle Verbindungen für die An- und Abreise mit der Bahn finden sie unter www.3-loewen-takt.de und erhalten Sie bei der LÖWENLINE 01805-77 99 66 (14 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz, höchstens 42 Cent/Min. aus Mobilfunknetzen).

Mit der Bus&Bahn-App des 3-Löwen-Taktes können Sie Abfahrtzeiten von Bus und Bahn ganz einfach über das Smartphone erfragen. www.3-loewen-takt.de/apps
Service:

GPS-Tourendaten
Die kompletten Tourdaten mit GPS-Track gibt es zum Download unter: www.touren-schwarzwald.info/de/tour/geniesserpfad-hausacher-bergsteig/7877803

Alle Termine wurden sorgfältig recherchiert, geprüft und angelegt. Trotzdem lässt es sich nicht vermeiden, dass Termine sich verschieben, entfallen oder vom Veranstalter fehlerhaft erfasst oder übermittelt werden. Daher können wir für die Tagesaktualität sowie die inhaltliche Richtigkeit der Veranstaltungstermine Dritter keine Gewähr bieten. Wir empfehlen Ihnen deshalb stets vor dem Besuch einer Veranstaltung die Informationen zur Veranstaltung beim Veranstalter selbst einzuholen.