TOURENVORSCHLAG 2:
Von der Daimlerstadt durchs Wieslauftal auf die Höhen des Welzheimer Waldes
Schorndorf -> Michelau
Strecke: ca. 46 km (3,5-4 Stunden reine Fahrzeit)
Steigung: mittel, steilere Abschnitte
Streckenabschnitte:
Schorndorf - Schlechtbach (ca. 9,5 km)
Schlechtbach - Rudersberg (ca. 1,8 km)
Rudersberg - Laufenmühle (ca. 7,7 km)
Laufenmühle - Ebnisee (ca. 5 km)
Ebnisee - Welzheim (ca. 8,5 km)
Welzheim - Breitenfürst (ca. 1,7 km)
Breitenfürst - Michelau (ca. 11,7 km)
Diese wunderschöne Rundtour im Herzen des Schwäbischen Waldes führt uns über Streuobstwiesen und sanfte Hügellandschaft entlang der plätschernden Wieslauf, vorbei an der Burganlage Waldenstein und dem erfrischenden Ebnisee hinauf in die Limesstadt Welzheim und wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt Schorndorf.
Angekommen am Bahnhof Schorndorf folgen wir der Beschilderung des Wieslauf-Radwanderweges, die hier bereits beginnt. Dazu verlassen wir die Geburtsstadt Gottlieb Daimlers, mit ihrem schönen Fachwerkhäusern rund um den Marktplatz, in Richtung Haubersbronn. Auf Höhe Miedelsbach queren wir die Wieslauf und erreichen wenige Kilometer später die Michelauer Ölmühle. Sie wurde 1754 erbaut und bietet heute als technisches Museum spannende Einblicke in altes Handwerk.
Weiter geht es in gemütlichem Tempo entlang der Trasse der Schwäbischen Waldbahn über Felder und Wiesen bis nach Schlechtbach. Am Mühlwehr berichtet die Informationstafel von Zeiten als auf der Wieslauf noch Gestöre geflößt wurden. Am Ortsausgang biegen wir am Gasthof Sonne rechts ab und radeln weiter in Richtung Rudersberg. Über die Gehöfte Schafhaus und Burghöfle führt unsere Tour weiter im Wieslauftal. Am Gehöft Schloßhöfle grüßt von oben die Burganlage Waldenstein.
Durch lichten Mischwald auf einem teils kräftig ansteigenden Forstweg, stets entlang des verzauberten Bannwaldes Wieslaufschlucht, erreichen wir unser nächstes Etappenziel, den Wanderparkplatz Laufenmühle, Hier lädt der Grillplatz zur Verschnaufpause ein. Ein Abstecher in die Schlucht zur Klingenmühle ist lohnenswert, jedoch nur zu Fuß machbar. Von Laufenmühle aus fahren wir unter dem Bahnviadukt der Schwäbischen Waldbahn hindurch und halten uns anhand des Wegweisers rechts in das obere Wieslauftal. Durch den angenehm kühlen Wald gelangen wir einige Kilometer weiter zur "Perle des Schwäbischen Waldes", dem Ebnisee. Ursprünglich für die Flößerei angelegt ist er heue ein erfrischendes Naherholungsziel.
Über den Seedamm geht es rechterhand in Richtung Kaisersbach zum Ebnisee-Kreisverkehr. Hier liegt direkt an unserer Strecke links im Wald ein Limes-Kleinkastell. Bis Welzheim fahren wir nun parallel zum früheren Verlauf des Limes. Nach rund 2 km zweigt unsere Tour beim Gasthaus Zum Tannenbaum in Eckartsweiler nach rechts ab. Wieder links geht es kurz darauf weiter, parallel zum früheren Limeswall, durch ein kleines Waldstück. Bald ist Welzheim erreicht. Am Wasserturm vorbei stoßen wir auf die Landstraße und unser Weg führt uns in die Stadtmitte von Welzheim.
Wer Zeit findet sollte hier unbedingt das Ostkastell mit Archäologischem Park besuchen. Hier erfährt man Wissenswertes über das Weltkulturerbe Obergermanisch-Rätischer Limes sowie die römischen Wurzeln Welzheims.
Wir verlassen die Stadt nach Süden und gelangen zum Teilort Breitenfürst, dort halten wir uns rechts und überqueren die Bahnlinie. Eine Abkühlung bietet die Wassertretstelle am Weidenbach. Unweit der Wassertretstelle werden wir links über einen leichten Anstieg zum Taubenhof geführt. An Langenberg vorbei erreichen wir etwa 3 km weiter den Waldgasthof Edelmannshof, der heimische Naturparkspezialitäten anbietet.
Unmittelbar vor dem Edelmannshof zweigt unser Weg nach links auf die "Hohe Straße" ab. Dieser Abschnitt bietet herrliche Ausblicken in das Wieslauftal. Die nächsten Kilometer können wir unser Rad laufen lassen. Über den Kirschwasenhof hinab durch Waldstücke und Obstwiesen geht es beschwingt bis nach Michelau. An heißen Sommertagen lädt unterwegs das Waldbad in Steinenberg zu einem Sprung ins kalte Nass ein. Danach sind es nur noch wenige Kilometer bis zum Haltepunkt der Schwäbischen Waldbahn in Michelau, die uns wieder nach Schorndorf bringt.
Adressen, Sehenswertes und Feste entlang der Strecke
- Gasthausbrauerei Kesselhaus, mit Außenbewirtschaftung, Arnoldstr. 3, 73614 Schorndorf, Tel. 07181/484933, www.kesselhaus-schorndorf.de. Geöffnet Mo.-Do. 11-24, Fr./Sa. 11-1, So./Feiertag 11-23 Uhr.
- Technisches Museum - Ölmühle Michelau, Weilerwiesen 1, 73635 Rudersberg, Tel. 07183/300582. Geöffnet: April-Oktober jeden letzten So. im Monat 14-17 Uhr und am Pfingstmontag.
- Cafe-Restaurant Molina im Erfahrungsfeld "EINS + ALLES", Laufenmühle 8, 73642 Welzheim-Laufenmühle, Tel. 07182/800777,
www.erfahrungsfeld-laufenmuehle.de. Geöffnet: April-Oktober tägl. 10-18, November-März Di.-So./Feiertag 10-17 Uhr.
- Restaurant Bahnhof Laufenmühle, Laufenmühle 2, 73642 Welzheim, Tel. 07182/49220, www.bahnhof-laufenmuehle.de. Geöffnet: Di.-Fr. 17-24, Sa. 16-1, So./Feiertag 11-24 Uhr.
- Ebnisee. Der See ist ein beliebtes Naherholungsziel und lädt zum Baden und Boot fahren ein. Im Sommer sind die Kioske und das Wirtshaus am Ebnisee geöffnet.
- Gasthaus zum Tannenbaum, Eckartsweiler 25, 73642 Welzheim-Eckartsweiler, Tel. 07182/8817. Geöffnet: täglich ab 17 Uhr, So. auch 11-13.30 Uhr, Do. Ruhetag.
- Archäologischer Park Ostkastell, ca. 10 Minuten Fußweg ab Bahnhof, der Weg ist von dort aus beschildert. Tel. 07182/800815, www.ostkastell-welzheim.de, Eintritt frei. Geöffnet ganzjährig und ganztags, Tortürme Mai-Oktober Sonn- und Feiertag.
- Waldgasthof Edelmannshof, 73635 Rudersberg, Tel. 07183/6592. Geöffnet Mi.-So. ab 10.30 Uhr.
- Freibad Steinenberg, Freibadweg, 73635 Rudersberg-Steinenberg, Tel. 07183/8008. Geöffnet: Mai-September täglich 13-20 Uhr, Wochenende/Feiertag/Schulferien 10-20 Uhr.
- Schowo Großes Stadtfest Schorndorf, 16.-20. Juli 2010, www.schowo.de
- Festival der Sinne Laufenmühle, 26.-29. September 2010,
www.die-naturparkfuehrer.de
- Tag des Schwäbischen Waldes, 19. September 2010, Führungen, Erlebniscamps, Themenwanderungen und vieles mehr, www.schwaebischerwald.com
Tipps:
- Als kürzere Alternative zur beschriebenen Radtour bietet sich beispielsweise der Einstieg ab Michelau oder Welzheim an, die ebenfalls Haltepunkte der Schwäbischen Waldbahn sind.
- Kostenlose Fahrradmitnahme im Gepäckteil auf der Schwäbischen Waldbahn: Wer die Radtour also nicht ganz zu Ende fahren möchte kann an einem der vielen Haltepunkte wieder auf den Zug umsteigen.
Anreise
Aus der Metropole Stuttgart oder zum Beispiel von der Schwäbischen Alb aus ist das beliebte Naherholungsgebiet Schwäbischer Wald in weniger als zwei Stunden erreichbar.
Beispielsweise aus Stuttgart mit dem Regionalexpress um 8.22 Uhr bis Schorndorf, Ankunft um 8.44 Uhr.
Rückreise
Rückfahrt ab Michelau mit der Schwäbischen Waldbahn um 18.15 Uhr, Ankunft Schorndorf um 18.30 Uhr. Ab dort weiter mit der S2 nach Stuttgart Hbf um 18.48 Uhr, Ankunft um 19.25 Uhr.
Bevor Sie Ihre Sonntagstour antreten, lassen Sie sich bitte die aktuellen Verbindungen unter www.3-loewen-takt.de anzeigen.